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Werke: Die kleinen Schreiberlinge (1+2)
"Die kleinen Schreiberlinge" sind bisher zwei
kleine Gedichte, die völlig spontan ohne eine bestimmte
Grundidee
als Stegreiflyrik entstanden. Deswegen sind sie beide technisch auch
von unterschiedlicher Machart.
Beide entstanden innerhalb der letzten beiden Wochen des Monats Mai des
Jahres 2008 aus einem spontanen Gedanken heraus. Für beide
Gedichte habe ich zwischen 5 und 10 Minuten gebraucht.
Das Thema ist die Kunst unter einem totalitären Staatsregiem.
Es handelt sich also zum Einen um das Thema propagierender Kunst, wie
wir sie beispielsweise im Dritten Reich hatten, als nur das
veröffentlicht wurde, was das Regiem verherrlichte oder
positiv darstellte, so wie auch die kleinen Schreiberlinge
Lügen schreiben (müssen) und zum Anderen um Literatur
des Exils. Texte,
Werke, die das Regiem anklagten und kritisierten, die jedoch erst
danach oder gar niemals gelesen und veröffentlicht wurden.
Die
kleinen Schreiberlinge
Wir sitzen hier im Dunkeln
Weil uns keiner zuhört
Weil sie nicht hören, wie wir schrei'n
Und weil sie uns nicht seh'n
Drum sitzen wir und schreiben
Ein Wort nach dem ander'n
Und wir werden niemals müde
Den Federkiel zu dreh'n
Die tauben Ohren hören nicht
Doch wir finden andre Wege
Was sie nicht hören wollen drum
Soll mit Blut geschrieben steh'n
Dann werden sie es lesen
Und werden für uns beten
Dann müssen wir nie wieder schrei'n
Wo wir doch so ungehört vergeh'n
© by Dusky DaVicka
Die
kleinen Schreiberlinge - Teil 2
Wir sehen und rennen
Und schreiben und brennen
Und halten doch keine Bahn
Wir eilen und fluchen
Und klecksen und suchen
Und verfallen doch dem Wahn
Wir kauern und huschen
Und pinseln und pfuschen
Und werden doch nie ermüden
Wir lauern und gaffen
Und kritzeln und schaffen
Und erzählen doch nur Lügen
Nur Lügen aus dem Mund
Ohne Zweck und Sinne
Nur Nonsens aus dem Schlund
Der kleinen Schreiberlinge
© by Dusky DaVica
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