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Werke: Ein Traum
Dieses Gedicht in acht Versen im Kreuzreim
schrieb ich als Auftragslyrik für die Schülerzeitung
meiner Schule. Seit seiner dortigen Veröffentlichung wurde das
Gedicht mehrmalig geringfügig bearbeitet und ich lasse dies
die vorläufig entgültige Version sein.
Sie beschreibt einen etwas beklemmenden Traum und den Prozess des
Aufwachens, wenn plötzlich die ganze Traumwelt
einstürzt und man in die Realität
zurückkehrt.
Ein Traum
Du stehst im Feld der tausend Lichter,
Einsam blickest dich um,
Durch den Nebel immer dichter,
Kein Laut, die Welt ist stumm.
Du siehst dein Spiegelbild,
Kommst schmerzlich auf den Schluss:
Was deiner Frage gilt,
Verloren wie Tränen im Fluss.
Dieser Fluss in Stille liegt,
Wenn du an seiner Seite gehst,
Doch stetig tanzt und wiegt,
Wenn du in seinen Wellen stehst.
Aber sein Land dir fremd,
Sein Himmel dir fern,
Wenn es deine Angst nicht kennt,
Wäre es Heimat dir gern.
Doch plötzlich sich die Erde teilt,
Zieht Finsternis am Firmament,
Wo eben noch Grün verweilt,
Nur schwarzes Feuer nun brennt.
Wie von einem Strudel gesogen,
Zieht sich die Welt im Kreise ein,
Und du fällst in finstere Wogen,
Niemand hilft, du bist allein.
Dennoch deine Hoffnung flammt,
Fort durch alle Zeit entrinnt,
Diese Welt aus Wunsch entstammt,
Sich nun still von dannen schwingt.
Daraufhin im ersten Morgenlicht,
Gebettet in Feder und Flaum,
Besinnst du dich seiner nicht,
Es war doch alles nur ein Traum.
© by Dusky DaVicka
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