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Werke: Flammen
Dieses Gedicht in acht Versen im Kreuzreim
zählt zu den Werken, auf die ich mit am stolzesten bin. Es ist
eine dunkelromantische, melancholische Ode an die Schönheit
des Feuers und der Vulkane und handelt von einem Wesen, welches das
Feuer so verehrt, dass es sich sogar davon töten
lässt, um gemeinsam mit ihm tief in der Erde auf ewig vereint
zu sein.
Flammen
Welch gewaltige Macht,
Die aus der Erde bricht,
Mit glühend heißer Pracht,
Und flackernd, gleißend Licht.
Die langen Finger zucken,
Tanzen sanft und wiegen sich,
Wenn sie rote Funken spucken,
Zwicken und beschimpfen mich.
Doch ihr Antlitz fasziniert,
Betört und fesselt mich,
Wenn es sich im Wind verliert,
Weine ich ganz fürchterlich.
Ihr heller Mantel, blaues Kleid,
Aus Mutters Schoße lacht,
Spielt und singt in dunkler Zeit,
Ruft meine Träume aus der Nacht.
Wenn ihre Arme mich umkreisen,
Ihre Stimme zu mir spricht,
Mir hungrig in die Finger beißen,
Brennen ein Mal auf mein Gesicht.
Drücken sich auf Kopf und Bein,
Mit heißen Zungen schlagend,
Wollen im Dunklen nicht alleine sein,
Mit Laut und Tränen klagend.
Mein Körper steht in hellem Licht,
Seine Schönheit mich beschämt,
Verlor das Fleisch all sein Gewicht,
Hat meine Sehnsucht nicht gezähmt.
Zieh’n mich sanft sogleich,
Zurück wo her sie stammen,
In der Mutter güldenem Reich,
Versinke ich in Flammen.
© by Dusky DaVica
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