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Werke: Freund
Ein sehr melancholisches Gedicht über
den Selbstmord eines Menschen, der seinen besten Freund im Krieg
verraten hat.
Freund
Die rauhe See erhebt sich weit,
Aus unendlich schwarzer Tiefe,
Wo ruht die Nacht so lange Zeit,
Und auch ich so friedlich schliefe.
Für immer dem Lichte entzogen,
All bittere Träume schweigen,
All die Seelen, die betrogen,
Entfliehen dem Schmerz und Leiden.
Auch mich lockt das stille Grab,
Indem mein Herz vergessen kann,
Welcher Wunsch an jenem Tag,
In Blut und Asche zerann.
Fern ab von Freude und Glück,
Sinke ich zum ewig’ Schlafe nieder,
Zieht mich auch der Schmerz zurück,
Freund, ich komme niemals wieder.
Sollen all die Tränen versiegen,
Die du einst um mich vergossen,
Wo Kälte und Stille mich wiegen,
Bin ich in Verzweiflung zerflossen.
Die Schuld des Krieges auf mir,
Hat sich tief ins Fleisch gebrannt,
So gehe ich fort von hier,
Man hat mich als Verräter verbannt.
Langsam zieht es mich nach unten,
Zurück woher ich komme,
Im tiefen Ozean versunken,
Dort scheint mir keine Sonne.
Im Wasser der Schuld ertrunken,
Verlässt mich all des Friedens Licht,
Ruft zu dir mein letzter Lebensfunken,
Mein Freund, vergiss mich nicht!
© by Dusky DaVica
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