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Werke: Tod
Dieses sechsstrophige Gedicht im Kreuzreim
schrieb ich im Jahre 2006 während der Sommerferien auf Korsika.
Eine besondere Bedeutung kommt dem Gedicht nicht zu. Es ist eine
kleine, völlig unpersönliche Ode auf den Tod.
Tod
Vater mein der Tugend,
Wo ist dein bleiches Angesicht,
Dort trinkst du aus der Jugend,
Und verzehrst das Lebenslicht.
Wächter mein der Schmerzen,
Wo drohst du mit den Pranken?
Verbrennst auch unschuldig’ Herzen,
Brichst aller Willen Schranken.
Bruder mein der Nacht,
Wo vergießt du unser Blut,
Vergeht in Flammenpracht,
Zurück bleibt Asche und Glut.
Jäger mein der Seelen,
Wo zerschlägst du meine Gier,
Wirst auch meine Kräfte stehlen,
Ich verneige mich vor dir.
Bote mein des ewig’ Schlafe,
Wo ist der Himmel endlos weit,
Empfängt ein jeder seine Strafe,
Erlöse mich von meinem Leid.
Schlächter mein der Trauer,
Wo versinke ich im Abendrot,
Kein Leben wärt auf Dauer,
Wart mein bis in den Tod.
© by Dusky DaVica
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