Dunkelgeist

Dunkelgeist - Cyber-Vampirismus



Bitte beachten Sie, dass die hier bereit gestellten Informationen eigener Recherche entstammen und fehlerhaft/unvollständig sein können!
Zudem sind sie urheberrechtlich geschützt! Ein Kopieren oder Weiterveröffentlichen ist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Webmasters gestattet!


Das Phänomen Cyber-Vampyrismus


Cyber-Vampyrismus gibt es erst seit es die Weiten des Internets gibt, wie sich von selbst versteht, es handelt sich also um die jüngste Gattung von Vampyren und um eine, die zum Teil noch sehr belächelt, zum Anderen nicht wirklich begriffen wird, daher möchte ich ein paar grundlegende Dinge dazu erläutern.

Was ist ein Cyber-Vampyr?
Ein Cyber-Vamp ist ein Vampyr, der sich Energie und Kraft seiner "Opfer" allein über das Internet - meistens in Form von Internettelefonie oder sogar häufiger in Form von Chatten - aneignet. Auch wenn man es nicht vermuten mag, sollte man nicht den Fehler machen und Cyber-Vampyre unterschätzen. Anders als beispielsweise sanguine Vampyre, die aufgrund von Gesetzen dazu gezwungen sind freiwillige Spender zu besitzen, können Cyber-Vampyre prinzipiell jeden "anfallen". Oft sogar, ohne dass die angegriffenen es mitbekommen. Das macht sie durchaus sehr gefährlich, insbesondere für Leute, die sich nicht gegen Angriffe wehren können.

Wie funktioniert Cyber-Vampyrismus?
Das Ganze ist eine Mischung aus Telepathie und Autosuggestion. Zunächst sucht sich der Vampyr ein Opfer, meistens in einem Chat. In den meisten Fällen eine anonyme, unbekannte Person, damit sie leichte Beute ist. Kennen sich Opfer und Vampyr bestünde natürlich immer die Gefahr, dass es schief geht oder der Vampyr sich hinter her verantworten muss. Es kann aber durchaus vorkommen, dass ein Opfer mehrmals "aufgesucht" wird. In öffentlichen Chaträumen finden selten Angriffe statt, meistens lockt der Vampyr seinen Auserwählten in einen "Dialog" (privater Chat zwischen zwei Personen), einen privaten Chatroom, wo er ungestört ist oder in einen Messenger (ICQ, Skype, MSN usw.). Es gibt hauptsächlich drei verschiedene Vorgehensweisen des Angriffs:

  • Die "Seelenklempner"-Methode:
    Sie ist die häufigere Variante. Hierbei unterhält sich der Vampyr ganz normal mit seinem Opfer und versucht persönlichen Kontakt aufzubauen. Er stellt viele Fragen zum Privatleben des Gegenübers und gibt sich als einfühlsamer und vertrauensvoller Zuhörer. Damit erreicht er sehr geschickt, dass das Opfer persönliche Geheimnisse und Erinnerungen preis gibt, die starke Emotionen auslösen. Beispielsweise der Tod eines Familienmitglieds, der gedanklich und durch das Niederschreiben erneut "durchlebt" wird und Angst, Trauer, Verzweiflung etc. im Erzähler auslöst oder die große Liebe, was Glück, Euphorie etc. bewirkt. Während der Vampyr sich immer mehr das Vertrauen und den Willen sich mitzuteilen seines Opfers erlangt, nutzt er sein Einfühlungsvermögen, um sich ganz in die Rolle seines Opfers zu versetzen, obwohl er selbst distanziert bleibt und die Erlebnisse seines Opfers nicht an sich heran lässt. Er schafft eine Verbindung, die mit einer telepathischen Kontaktaufnahme vergleichbar ist. Diese Verbindung ermöglicht es ihm sich von den Emotionen und den dabei freigesetzten Energien zu nähren. Während sein Gesprächspartner schlimme oder schöne Situationen innerlich durchlebt, gewinnt der Vampyr seine Kraft. Doch auch autosuggestiv nährt sich der Vampyr, besonders dadurch, das er sich mächtig und überlegen gegenüber seinem Opfer fühlt, wenn er mit ihm spielt, es ausquetscht und so lenkt, wie er es haben will und besonders, wenn er negative Emotionen hervor ruft und sich dadurch seiner eigenen positiven Lage umso deutlicher bewusst wird, was eine gewisse Zufriedenheit und Genugtuung auslöst. Je nachdem, wie "hungrig" der Vampyr ist oder wie sehr er sein Opfer ins Verhör nimmt, kann es passieren, dass der Angegriffene hinterher nervlich sehr angeschlagen ist, erschöpft, paranoid, müde oder dass er sogar körperliche Beschwerden empfindet, wie Schwindel, Kopfschmerz, Angstzustände ... Häufig sind Angriffe aber auch vergleichsweise harmlos oder der Vampyr nährt sich von mehreren Opfern und muss keines zu sehr belangen. Er selbst fühlt sich hinterher gestärkt, mit neuer Energie, zufrieden und befriedigt. Frauen fallen Cyber-Vampyren daher häufiger zum Opfer als Männer, aus dem einfachen Grund, dass sie eher über ihre Erinnerungen und Gefühle sprechen als Männer und sich mehr und intensiver in die jeweilige Stimmung versetzen können, die Emotionen, die entstehen also viel stärker sind.

  • Die RPG-/Rollenspiel-Methode:
    Sie kommt eher seltener vor, da sie eine entsprechende Bereitschaft vom Opfer erfordert. Der Vampyr überredet sein Opfer dabei mit ihm - wie der Name schon sagt - ein "Rollenspiel" zu schreiben. Und zwar nicht irgendeins, sondern ein Vampir-Rollenspiel. Hierbei beginnt einer mit der Handlung und schreibt aus der Sicht und dem Erleben seiner Rolle, der andere steigt daraufhin mit seiner Rolle in die Geschichte ein, der erste wiederum geht hinterher auf das Geschriebene ein und führt es fort. Da Cyber-Vampyre in den meisten Fällen schreiberisch sehr geschickt sind und entsprechend lebendig und ausgestaltet schreiben, sind die Opfer oft begeistert mit von der Partie. Der Vampyr spielt dabei sich selbst, sprich einen Vampir, sein Gegenüber das Opfer. Wie genau dann das Rollenspiel abläuft und worum es genau handelt, variiert und kann und wird oft individuell für das Opfer ausgelegt. Meistens jedoch spielt der Vampyr im Rollenspiel die allgemein bekannte fiktive Form des Vampirs. Also eine lichtscheue Kreatur, die sein Opfer nachts anfällt und ihm in den Hals beißt, um sein Blut zu trinken. Je nachdem, wie geschickt der Vampyr formuliert, wie willig das Opfer ist richtig an dem Spiel teilzunehmen und das RPG abläuft, kann sich das Opfer sehr stark in die Geschichte hinein denken, entsprechend stark sind wieder die Emotionen und die Faszination, die es befällt. Was dann passiert, ist nicht anders als bei der Seelenklempner-Methode. Auch hier schafft der Vampyr eine Verbindung zu seinem Gesprächspartner und nutzt sie, um sich an den Emotionen seines Opfers gütlich zu tun und Kraft daraus zu schöpfen. Anders als bei der erst genannten Methode, wo der Vampyr meist eher distanziert zu seinem Opfer ist und die Erlebnisse des Gegenübers nicht an sich heran lässt, kommt es bei der Rollenspiel-Methode häufig vor, dass auch der Vampyr selbst sich umso mehr in das Geschehen hinein versetzt und auch eine gewisse Erregung und Befriedigung erfährt. Der Kraft- und Energiegewinn hat bei dieser Methode auch viel stärker mit autosuggestivem Effekt zu tun, als bei der Seelenklempner-Methode. Häufig kommen auch sexuelle Elemente im Rollenspiel vor und haben auch dahin gehend einen besonderen Reiz für den Vampyr. Im Allgemeinen ist die Form des Cyber-Vampyrismus harmloser, Vampyr und Opfer kennen sich oft auch schon etwas länger und meist hat auch das Opfer etwas davon. Auch wenn es sich hinterher vielleicht tatsächlich "ausgesaugt" fühlt. So kommt es durchaus häufig vor, dass es nicht bei einem einzigen Rollenspiel bleibt, sondern fast so etwas wie feste "Spender" entstehen, auch wenn die meisten natürlich nichts vom Cyber-Vampyrismus ihres Gegenübers wissen. Der Vampyr profitiert aber von solchen festen Spendern ebenfalls. Er kann sich dann mehr und besser auf sie einstellen und so dem Rollenspiel mehr Qualität abgewinnen.

  • Die Cyber-Mobbing-Methode:
    Eine äußerst unschöne Art des Cyber-Vampyrismus. Hierbei kommt es nicht selten vor, dass Cyber-Vampyre zusammen arbeiten. Ein Opfer wird ausgewählt und dann in die Mangel genommen. Durch Beleidigungen und Behauptungen, die aufgestellt werden und womit das Opfer konfrontiert wird, wird es zu bestimmten Emotionen, meistens Angst, Verzweiflung, Wut und Trauer gezwungen, an denen sich die Vampyre dann gütlich tun können. Auch autosuggestiv ist diese Methode sehr wirkungsvoll. Das Machtgefühl, die Gewissheit mit dem Opfer spielen und es herum schubsen zu können, löst große Schadenfreude und Befriedigung aus. Anders als Cyber-Mobbing von "normalen" Leuten, findet beim Cyber-Vampyrismus allerdings nur das Mobbing in Anwesenheit des Opfers statt, andernfalls wäre es schwer durch die Emotionen des Betroffenen Kraft zu gewinnen, während andere Arten von Cyber-Mobbing auch stattfinden, ohne dass das Opfer alles mitbekommt, etwa durch die Verbreitung rufschädigender Videos, Bilder oder persönlicher Daten des Opfers. So oder so, jeder sollte sich im Klaren sein, dass Cyber-Mobbing ein Verbrechen ist, daher werde ich diese Form des Cyber-Vampyrismus an dieser Stelle auch nicht weiter erläutern.

Wie kann man sich gegen einen Cyber-Vampyr wehren?
Schwer ist es eigentlich nicht, denn im Notfall trennt man einfach die Internetverbindung. Schwierig ist es aber dahin gehend, dass man erkennen muss, dass man einen Cyber-Vampyr vor sich hat. Am einfachsten schützt man sich, in dem man mit Fremden nicht über persönliche Erlebnisse und Erinnerungen spricht, erst recht nicht, wenn man ausgefragt wird, ohne, dass der andere viel über sich preis zu geben bereit ist oder Ausreden bringt. Und erst recht, wenn man das Gefühl hat eher bei einem Psychiater auf dem Sofa zu sitzen, als mit jemandem zu chatten, sollte man vorsichtig sein. Die RPG-Methode dagegen lässt sich ja leicht entdecken und man kann sich entsprechend dagegen weigern. Glücklicherweise ist aber Cyber-Vampyrismus vergleichsweise harmlos, also selbst wenn man von einem Cyber-Vampyr attackiert wurde, ist das kein Beinbruch. Spätestens eine Mütze Schlaf ist ausreichend bei einem psychisch stabilen, gesunden Menschen, um wieder zu Kräften zu kommen. Gefährlich wird es nur für psychisch labile Menschen, z. B. wenn psychische Traumata wieder hervor geholt werden und dann Probleme verursachen oder wenn eine psychische Abhängigkeit des Opfers zum Vampyr entsteht. In dem Fall sollte das Internet für längere Zeit gemieden und psychologische Hilfe aufgesucht werden. Anders sieht es jedoch bei der Cyber-Mobbing-Methode aus. Zieht es sich über einen längeren Zeitraum hin, kann es schwere Schäden anrichten, gerade bei labileren Menschen oder Kindern/Jugendlichen. Es sind zahllose Fälle von Cyber-Mobbing bekannt, die in Selbstmord des Betroffenen endeten, ungeachtet, ob es sich dabei um Cyber-Vampyrismus handelte oder nicht. Außerdem ist das Internet ebenso kein gesetzesfreier Raum und Rufmord, persönliche Angriffe und Mobbing sind auch hier strafbar! In vielen Chats gibt es mittlerweile eine "Melden"-Funktion, mit der Cyber-Mobbing den Chatadministratoren gemeldet werden und dann entsprechend verfolgt und angezeigt werden kann. Fallt ihr Cyber-Mobbing zum Opfer, wehrt euch unbedingt! Übrigens ist es gar nicht so selten, dass Cyber-Vampyrismus nicht die einzige praktizierte Form von Vampyrismus ist. Viele Vampyre nutzen Cyber-Vampyrismus als Alternative oder als Ergänzung, nur wenige praktizieren ausschließlich Cyber-Vampyrismus. Einfach auch aus dem Grund, weil er unterm Strich eher wenig Energiegewinn bringt, bzw. ebenfalls mit viel Aufwand verbunden ist, wie auch das Blut trinken. Und nicht zuletzt verlangt es längere Zeit am PC zu sitzen und entsprechend viel Zeit mit zu bringen. Daher kommt Cyber-Vampyrismus auch eher bei nicht berufstätigen oder bei Jugendlichen vor, die ohnehin viel mit dem Internet in Berührung kommen.

- Zurück -


Mit freundlichen Grüssen,
Dusky DaVica
© www.dunkelgeist.de
Impressum